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Fachgebiet
  • Neurologie
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Adaptive Learning zum Lennox-Gastaut-Syndrom

Das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) ist eine seltene, schwere, entwicklungsbedingte und epileptische Enzephalopathie (DEE) mit Beginn im frühen Kindesalter und meist lebenslangem Verlauf. Es ist durch eine Kombination aus multiplen Anfallstypen, kognitiven Einschränkungen und charakteristischen EEG-Veränderungen definiert 1,2. Ein wesentliches Merkmal ist die ausgeprägte Therapieresistenz: Ein Großteil der Patient:innen spricht unzureichend auf anfallssupprimierende Medikamente an, sodass eine vollständige Anfallsfreiheit nur selten erreicht wird 3.
Typischerweise treten verschiedene Anfallstypen auf, wobei tonische Anfälle als Leitsymptom gelten und für die Diagnose essenziell sind; häufig kommen zusätzlich atonische Anfälle („Drop attacks“) und atypische Absencen vor 2,4. Im EEG zeigen sich charakteristische Slow-Spike-Wave-Komplexe (< 2,5 Hz) sowie paroxysmale schnelle Aktivität im Schlaf 3,4. Die Ätiologie ist heterogen und umfasst strukturelle, genetische, metabolische und kryptogene Ursachen 1,6.

Angesichts der erheblichen Krankheitslast liegt der therapeutische Fokus neben der Reduktion insbesondere schwerer und sturzassoziierter Anfälle zunehmend auf der Verbesserung der Lebensqualität und funktionellen Alltagskompetenz 4,5. Dies erfordert ein multimodales, interdisziplinäres Behandlungskonzept 5.

Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale klinische Fragen: Wie wird ein LGS zuverlässig diagnostiziert? Welche evidenzbasierten Therapieoptionen stehen zur Verfügung? Und welche Symptome bestimmen maßgeblich den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Patient:innen?


Lernziele

Nach Abschluss dieser Fortbildung sind Sie in der Lage...

  • die diagnostischen Kernkriterien sowie die charakteristischen Anfallstypen des Lennox-Gastaut-Syndroms sicher zu benennen,
  • realistische therapeutische Zielsetzungen zu definieren und grundlegende Prinzipien der medikamentösen Therapie einzuordnen,
  • häufige Komorbiditäten, insbesondere kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Beeinträchtigungen, zu erkennen und zu bewerten,
  • den Stellenwert nicht-pharmakologischer sowie chirurgischer Therapieansätze
  • im Behandlungskonzept des LGS einzuordnen.


Adaptive Learning zum Lennox-Gastaut-Syndrom
Dr. med. Frank Kerling
Rummelsberg

Dr. med. Frank Kerling

Dr. med. Frank Kerling ist Facharzt für Neurologie, Epileptologe und leitender Arzt am Epilepsiezentrum Rummelsberg sowie am Medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB). Der Schwerpunkt seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit liegt in der Diagnostik und Behandlung therapie­resistenter Epilepsien, insbesondere bei Menschen mit komplexen Behinderungen. Herr Kerling ist zertifizierter Epileptologe, verfügt über ausgewiesene Expertise in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik, engagiert sich in Fachgesellschaften und ist regelmäßig als Referent und Autor zu epileptologischen Fragestellungen tätig.

Interessenskonflikte

Vortragshonorar: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH


Finanzierung

Die Inhalte dieses Moduls wurden im Rahmen einer Jazz Pharmaceuticals GmbH Veranstaltung generiert und als E-Learning aufbereitet. Jazz Pharmaceuticals GmbH unterstützt die Durchführung und Zertifizierung dieses E-Learnings mit 14.131,00 EUR.


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1. Asadi-Pooya A. et al., Lennox-Gastaut syndrome: a comprehensive review; Neurological Sciences. 2018; DOI: 10.1007/s10072-017-3188-y
2. Nelson JA & Knupp KG, Lennox-Gastaut Syndrome: Current Treatments, Novel Therapeutics, and Future Directions; Neurotherapeutics. 2023; DOI: 10.1007/s13311-023-01397-x
3. Ostendorf AP & Ng YT, Treatment-resistant Lennox-Gastaut syndrome: therapeutic trends, challenges and future directions; Neuropsychiatric Disease and Treatment. 2017; DOI: 10.2147/NDT.S115996
4. Auvin S. et al., Refining management strategies for Lennox-Gastaut syndrome: Updated algorithms and practical approaches; Epilepsia Open. 2024; DOI: 10.1002/epi4.13075
5. Samanta et al., Management of Lennox-Gastaut syndrome beyond childhood: A comprehensive review; Epilepsy & Behavior. 2021; DOI: 10.1016/j.yebeh.2020.107612
6. Guerrini R., Conti V., Mantegazza M. et al., Developmental and epileptic encephalopathies: from genetic heterogeneity to phenotypic continuum; Physiological Reviews. 2023; DOI: 10.1152/physrev.00063.2021

STECKBRIEF / INFO

CME-Punkte: 2 CME-Punkt/e

Kurzbeschreibung:

Wie wird ein LGS zuverlässig diagnostiziert? Welche evidenzbasierten Therapieoptionen stehen zur Verfügung? Und welche Symptome bestimmen maßgeblich den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität der Patient:innen?

Zertifiziert durch: Ärztekammer Baden-Württemberg

Zertifiziert bis: 07.09.2027

Bearbeitungsdauer: 45 Minuten

Angebotsform: E-Learning / Einzellernen (1. Version, Erscheinungsjahr 2026)

Zielgruppe: Neurologie

Erforderliche Vorkenntnisse: Keine

Teilnahme: Kostenfrei

Vertragspartner: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH

Kurslink: 336